Motorwechsel 2006


Tonnenschwer zur Inspektion

Am Seil hängend trat das 35-Tonnen-Aggregat seine Reise Richtung Dortmund an. 
(Fotos: Dietmar Klingenburg, DSK)

BERGBAU. Nach 50 Jahren muss der Motor der Fördermaschine erstmals durchgecheckt werden. Bergwerk läuft dennoch weiter!

KAMP-LINTFORT. Er läuft und läuft und läuft: 
Mit dem ersten Werkstattbesuch nach 50 Jahren Dauereinsatz schlägt der Motor der Fördermaschine des Bergwerks West wohl sogar den legendären VW-Käfer. Doch auch ein solcher Motor muss nach so vielen Jahren überholt werden. Den Auftakt bildete die Trennung von Motorblock und Trennscheibe, die seit 50 Jahren ein eingespielt effizientes Team bildeten. 



Hinterher ließ der im Förderturm fest installierte Portalkran den Motor termingetreu und sanft von seiner 75 Meter hohen Aussichtsplattform hinunter gleiten. Von hier ging es für das 35 Tonnen schwere Aggregat per achtachsigen Schwerlasttransporter in Richtung Dortmund.



Dort warten die Experten der Spezialfirma Miebach, um den 3,3 mal 3,3 Meter messenden 3200 kW Block durchzu-checken. Obwohl die verbleibende zweite Fördermaschine des Schachts l allein nur die Hälfte der durchschnittlichen Ausbringungsmenge von täglich rund 14 000 Tonnen Kohle fördert, gerät das Bergwerk durch den 14-tägigen Boxenstopp nicht in Rückstand. „Die Wartung der Fördermaschine passt gut in unsere Abbauplanung. Zwei Betriebe fahren derzeit in ihre Endstellung. Dadurch hat die kurzzeitige Einschränkung am Hauptförderschacht, der das Nadelöhr des Bergwerks ist, für den Untertagebetrieb keinerlei Konsequenzen. Bis zum Anlaufen der nächsten Bauhöhe wird die Fördermaschine wieder im Einsatz sein", erläutert Werksleiter Reinhard Fox den Zeitplan.



Volle Leistung im 86 Meter hohen Turm
Nach Rückkehr des Motors in die luftigen Höhen über Kamp-Lintfort steht dem Bergwerk West wieder das volle Leistungsvermögen der 86 Meter hohen Turmförderanlage des Schachtes l zur Verfügung. Mit vier Förderseilen je Treibscheibe ausgerüstet, wurde sie 1956 über dem laufenden Betrieb der alten Damptförder-maschine errichtet, Nicht nur für die damaligen Verhältnisse ein „Meisterstück der Ingenieurskunst", so der stellvertretende Bereichsleiter im Tagesbetrieb des Bergwerks West, Walter Olbrisch.
(Quelle: NRZ)

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